Dassel: SPD stellt ihre Kandidaten vor

 

Dassel: „Wilhelm Priesmeier sehnt sich nach dem wohlverdienten Ruhestand und ihr habt die Chance, die drei Bewerber für das Bundestagsmandat heute kennenzulernen“, begrüßte der SPD-Unterbezirks-Vorsitzende und stellv. Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion, Uwe Schwarz Gäste sowie zahlreiche Mitglieder der SPD zur Regionalkonferenz im Dassler Ratskeller.

Doch bevor die drei Aspiranten Jürgen Horst aus Nörten-Hardenberg, Dr. Andreas Philippi aus Herzberg und Marcus Seidel aus Einbeck sich mit einer 10-minütigen Rede vorstellten, schwor der UB-Vorsitzende Schwarz auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf im September 2017 sowie auf den anschließenden Landtagswahlkampf 2018 ein. „Wir scheuen nicht das Licht der Öffentlichkeit, wir präsentieren keine alternativen Fakten“, erklärte Schwarz, der einen deutlichen Kurs in der politischen Abgrenzung für nötig hält. „Amerika ist nicht Trump, und Deutschland ist nicht die AfD. Wir brauchen eine Abgrenzung zum braunen Populismus am rechten Rand. Es geht um unsere Demokratie und unsere Freiheit“, so Schwarz, der diese für die SPD gute Woche mit der Nominierung Schulz‘ zum Kanzlerkandidat mit dieser Regionalkonferenz für die SPD „fulminant fortsetzen“ möchte.

Marcus Seidel, 47 Jahre, aus Einbeck machte hier in Dassel den Anfang der Kandidaten-Vorstellungsrunde. Für den gelernten Brauer und Mälzer, der als kaufmännischer Angestellter bei der Einbecker Brauerei im Marketingbereich arbeitet, stehen die Themen soziale Gerechtigkeit und der „Kampf gegen rechts“ im Mittelpunkt. „Nur dort, wo soziale Gerechtigkeit herrscht,  haben Arbeitnehmer-Rechte und Demokratie eine Chance“, so Marcus Seidel, der maßgeblich die Gründung „Einbeck ist bunt“ mit vorangetrieben hat. Das Hinterherrennen zu den Themen Flüchtlinge und innere Sicherheit werde nicht zum Wahlsieg führen, sondern neue Grundwerte müssen wieder gelebt werden, führte Seidel aus. 

Jürgen Horst, 53 Jahre, aus Nörten-Hardenberg stellte die innere Sicherheit in seiner Vorstellungsrede in den Vordergrund: „Wir werden die Demokratie verteidigen müssen. Was unsere Demokratie auszeichnet, wird bedroht – doch wir stehen für eine offene Gesellschaft und Willkommenskultur“, so der Polizeibeamte der PI Osterode-Northeim, der allen ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe für ihren Einsatz dankte. Für Horst ist aber auch klar, dass Gefährder schneller abgeschoben werden müssen, um ein deutliches Zeichen zu setzen und um das Vertrauen zu schützen. „Wir brauchen einen Staat, der vor Altersarmut und Terror schützt. Mit der SPD wird Deutschland gerechter – Schritt für Schritt“, so Jürgen Horst.

Dr. Andreas Philippi, 51 Jahre, aus Herzberg sieht für die SPD wieder eine Chance und möchte das positive Feuer, das mit der Nominierung von Martin Schulz durch die Gesellschaft geht, weiter zum Schüren bringen. „Nur die roten brennen“, hält Philippi eine Streichholzschachtel hoch, in der sich auch schwarze Hölzer befinden. Philippi möchte, dass die Mitte der Republik, das Herz Deutschlands, wieder rot und vor allem voran gebracht wird. Dazu gehören eine gute Infrastruktur und Vernetzung Südniedersachsens, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Dinge aufgrund von Fakten zu entscheiden“ – so habe er es bei Helmut Schmid bewundert und so entscheide auch er grundsätzlich, denn das bringe sein Beruf als Chirurg an der Herzberger Klinik und als Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums tagtäglich mit sich.

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Artikel aus der Einbecker Morgenpost vom 30. Januar 2017 PDF 432 KB
 

 


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