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1. Februar 2006: „Jetzt muss endlich die Arbeit anfangen “

Keine Bundesratsinitiative zur Sterbehilfe

„Nachdem der fruchtlose ideologische Streit zwischen FDP und CDU zum Thema Sterbehilfe offensichtlich beendet ist, muss sich die Landesregierung an die Arbeit machen“, sagte heute der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Uwe Schwarz.
Jetzt geht es darum, todkranken Menschen ein möglichst schmerzfreies Sterben in Würde zu ermöglichen. Wohlfeile Appelle reichen nicht. Wir brauchen einen massiven Ausbau der Palliativmedizin in Niedersachsen und mehr Unterstützung des Landes für die Hospize. Wenn CDU und FDP nur halb so viel Energie in konkrete Verbesserungen für todkranke Menschen investiert hätten wie in den genüsslich zelebrierten Koalitionskrach, wären wir in Niedersachsen sehr viel weiter, sagte Schwarz. Er hoffe, dass die CDU jetzt nicht monatelang schmolle, sondern gemeinsam mit allen Beteiligten Konzepte entwickele, mit denen Organisationen wie Dignitas das Wasser abgegraben werden könne. Wir jedenfalls sind dazu bereit, so Schwarz. Die SPD hatte in den Haushaltsberatungen gefordert, fünf palliativmedizinische Ambulanzen in ganz Niedersachsen einzurichten, in denen schwerstkranke Patienten umfassend betreut werden. Zugleich hatte die SPD konkrete Finanzierungsvorschläge unterbreitet. Jetzt ist es allerhöchste Zeit das zu schaffen, was die ehemalige Sozialministerin zwei Jahre lang leider folgenlos angekündigt hat ein flächendeckendes Hilfsnetz in ganz Niedersachsen.

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