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30. November 2006: Landesregierung verschließt Augen vor Kinderarmut

– Uwe Schwarz: „Warum werden keine aussagekräftigen Daten erhoben?“

Es gibt immer mehr Armut in Deutschland. Das hat heute das Diakonische Werk der Landeskirche Hannover bestätigt. Auch die SPD-Fraktion sieht diese Besorgnis erregende Tendenz.
Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, dass sich die CDU/FDP-Landesregierung seit der Regierungsübernahme standhaft weigert, überhaupt nur Daten zur sozialen Lage zu erheben, geschweige endlich den Landesarmutsbericht der vorherigen SPD-Landesregierung fortzuschreiben, sagte der sozialpolitische Sprecher Uwe Schwarz. Offenbar gibt es verbreitete Ängste in der Landesregierung, dass die Daten in vielen Teilen dem von ihr gezeichneten Bild vom Kinder- und Familienland Niedersachsen widersprechen, so Schwarz weiter. Dabei sei völlig klar, dass nur aussagekräftige Daten die Verantwortlichen in die Lage versetzen, das gesamtgesellschaftliche Problem der steigenden Kinderarmut einzudämmen. In einer Großen Anfrage hat die SPD jetzt entsprechende Fragen an die Landesregierung gestellt. Nach Expertisen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Deutschen Kinderschutzbundes lebt rund ein Viertel aller Kinder bis 15 Jahre von Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe II bzw. Sozialgeld.

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