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Zukunftstag

23. Juni 2009: Schülerinnen und Schüler waren MdL’s für einen Tag

Auch Teilnehmer aus dem Landkreis Northeim waren dabei

67 Schülerinnen und Schüler fühlten sich auf Einladung der SPD-Landtagsfraktion für einen Tag wie Landtagsabgeordnete. Die SPD-Landtagsfraktion holte am 19. Juni den diesjährigen „Zukunftstag“ für Schülerinnen und Schüler aus allen Teilen des Landes nach. Dabei war mehr vorgesehen als nur ein Besuch und eine Führung im Landtag. Die Fraktion hatte für die Jugendlichen von 10.00 bis 16.00 Uhr ein dichtes Programm organisiert. In einem Planspiel konnten die jungen Gäste von der innerfraktionellen Beratung eines Antrages bis hin zu einer Plenardebatte über die selbstentworfenen Anträge den Weg einer Landtagsentschließung selbst und aktiv nachvollziehen. Unterstützt wurden sie dabei von einem Team aus zehn Abgeordneten der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, die ausnahmsweise mal als Fraktionsreferentinnen und -referenten tätig waren.
In vier Fraktionen wurden dabei Anträge entwickelt. Dabei zeigte sich: Die jungen Gäste waren durchaus auf der Höhe der Zeit. Themen der selbstentworfenen Anträge waren die Problematik des „G 8“ an Gymnasien und vor allem an Gesamtschulen, die Forderung nach einem kostenfreien Bildungszugang für alle, eine Verbesserung der aktiven Arbeitsmarktpolitik des Landes und die Einführung von Mindestlöhnen. „Dass Themen der Bildungspolitik und der Arbeitsmarktpolitik im Mittelpunkt der Diskussion standen zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler die Probleme des Landes sehr gut kennen. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserem Zukunftstag gilt die immer wieder befürchtete Politikferne der Jugend jedenfalls nicht“, freut sich Uwe Schwarz, der das Planspiel mit seinem „Arbeitskreis Soziales“ organisiert hat. In einer abschließenden simulierten Plenardebatte wurden die verschiedenen Anträge unter der Leitung der „Landtagspräsidentin“ Ulla Großkurt dann heiß diskutiert. Marco Brunotte, der an der Vorbereitung des Planspiels ebenfalls beteiligt war, stellte deshalb fest: „Solche lebendigen Planspiele sind allemal besser als die neue ZDF-Klamotte „Ich kann Kanzler“. An dem Tag hier im Landtag ging es sicherlich lebensnaher zu als bei dem klamaukigen Polit-Casting im Fernsehen. Die Abgeordneten zeigten sich hoch erfreut mit welchem Elan die Jugendlichen das Planspiel durchgeführt haben und lobten die Diskussionskultur. „Dieses Planspiel wird sicherlich nicht das Letzte gewesen sein, was wir auf Landesebene organisiert haben“, war Uwe Schwarz zuversichtlich.

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