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17. Februar 2006: Schwarz: „Schutz der Bevölkerung darf nicht am Geld scheitern“

SPD fordert Unterrichtung im Sozialausschuss zu Vogelgrippe-Schutz
Die SPD wird die Vorbereitung der Landesregierung auf eine mögliche Übertragung des Vogelgrippe-Virus auf Menschen zum Thema in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses machen. Panikmache ist in diesem Zusammenhang völlig fehl am Platz, sagte heute der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Uwe Schwarz. Aber wir müssen sehr ernsthaft darüber diskutieren, ob das Land Niedersachsen wirklich optimal auf eine mögliche Gefährdung der Bürgerinnen und Bürger vorbereitet ist. Dabei muss es auch um die Frage gehen, ob der niedersächsische Vorrat an Grippemedikamenten ausreicht, um im Ernstfall die Zeit vom Ausbruch einer Epidemie bis zur flächendeckenden Impfung der Bevölkerung zu überbrücken. Während andere Bundesländer das entsprechende Medikament sogar für bis zu 30 Prozent der Bevölkerung vorhalten, schwanken die Angaben für Niedersachsen zwischen 4,5 und 7 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Robert-Koch-Institut empfehlen einen Vorrat von 20 Prozent. Die Bundesländer haben vereinbart, diese Empfehlung umzusetzen.. Der Schutz der Bevölkerung darf nicht am Geld scheitern, sagte Schwarz. Die SPD hat bereits im Oktober vergangenen Jahres einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem sie die Landesregierung auffordert, für 20 Prozent der Bevölkerung antivirale Medikamente vorzuhalten.

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