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6. Oktober 2008: SPD zu den diskriminierenden Schwangerschaftstests in Fleischfabrik: Frauenministerin Ross-Luttmannn Druck auf Schwangere?

Angesichts der diskriminierenden Schwangerschaftstests in einer Fleischfabrik im Landkreis Osnabrück wirft das Vorgehen der Frauenministerin Ross-Luttmann nach Feststellung der SPD-Fraktion immer mehr Fragen auf.
„Frau Ross-Luttmanns Kurs in diesen gerade für die betroffenen Frauen extrem persönlichen Fragen ist ausgesprochen unsensibel. Sie ist weit entfernt von dem, was eine Frauenministerin zu allererst sein muss, nämlich Lobbyistin zu sein für die Durchsetzung von Fraueninteressen“ erklärte dazu der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Uwe Schwarz.
Offenbar ohne alle Fakten zu kennen sei Ross-Luttmann dem Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück gefolgt und habe die Schwangerschaftstests für rechtens erklärt. Uwe Schwarz: „Doch damit nicht genug: In einer solchen Situation die betroffenen Frauen auch noch via Zeitung aufzufordern, sich ausgerechnet beim Gewerbeaufsichtsamt, also bei der Behörde zu melden, die die Tests für gutgeheißen hat, ist unfassbar. Uwe Schwarz erinnerte daran, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz insbesondere Frauen schütze, die bei Einstellungsgesprächen unzulässig nach einer Schwangerschaft gefragt werden. Frauen indirekt zu solchen Test zu drängen sei schlichtweg unglaublich und rechtswidrig: „Offenbar findet auch das die stillschweigende Zustimmung von Frau Ross-Luttmann. Ich frage mich, wie weit die Ministerin gewillt ist, den Druck auf Schwangere zu tolerieren.“ Uwe Schwarz kündigte an, dass die SPD-Fraktion den Vorgang zum Thema der nächsten Landtagssitzung machen werde.

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