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22. Juni 2009: Uwe Schwarz: Schicksal früherer Heimkinder in Niedersachsen wird aufgearbeitet

Zur Verabschiedung eines gemeinsamen Entschließungsantrags von SPD, CDU und FDP zur Aufarbeitung des Schicksals früherer Heimkinder im Niedersächsischen Landtag erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Uwe Schwarz:

„Ich bin sehr erleichtert, dass sich endlich die Fraktionen von CDU und FDP nach langem Ringen der SPD-Auffassung angeschlossen haben und nun eines der dunkelsten Kapitel niedersächsischer Heimerziehung aufgearbeitet wird. Zehntausende ehemalige Heimkinder in Niedersachsen mussten zwischen 1945 und 1975 unfassbares Leid über sich ergehen lassen. Sie werden jetzt endlich die Chance erhalten, ihre schweren Schicksale aufzuarbeiten.“ Wie von ihnen selbst und der SPD-Fraktion immer wieder gefordert, werden nunmehr alle noch vorhandenen Akten in den zuständigen Behörden sichergestellt, fachkundig aufbereitet und ihnen zur Verfügung gestellt, so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.
Ein Durchbruch sei auch die Einrichtung eines Gesprächskreises aller Beteiligten, um das Schicksal früherer „Fürsorge-Zöglinge“ aufzuarbeiten und die damaligen Verantwortlichkeiten in Niedersachsen aufzuklären. Schwarz: „Es ist egal, ob dieser Kreis Runder Tisch oder anders genannt wird.“ Entscheidend sei jetzt vielmehr, dass der Gesprächskreis, um erfolgreich arbeiten zu können, von einer hoch angesehenen und von allen Seiten akzeptierten Persönlichkeit geleitet werde. Schwarz drängte außerdem auf eine schnelle Konstituierung des Gesprächskreises: „Bis Ende 2010 soll der Kreis dem Landtag seine Arbeitsergebnisse vorlegen. Angesichts der ehrgeizigen Agenda des Kreises darf deshalb keine Zeit mit taktischen Spielereien vergeudet werden. Das sind wir insbesondere den Betroffenen schuldig, deren Schicksal seit Jahrzehnten immer wieder verdrängt, diffamiert und vergessen wurde“, erklärte Schwarz abschließend.

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